12. Juni 2021



An den
Bundesminister für Gesundheit Herrn Jens Spahn Bundesministerium für Gesundheit 11055 Berlin


Per E-Mail: jens.spahn@bmg.bund.de


Berlin, den 11. Juni 2021


DeutscherSchaustellerbunde.V.–IhrStatementinderBILDam10.Juni2021


Sehr geehrter Herr Bundesminister Spahn,


im April vergangenen Jahres haben Sie der Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz in Aussicht gestellt, dass Partys und Volksfeste das Letzte seien, was wieder stattfinden werde, derartige Veranstaltungen seien aber auch am verzichtbarsten.


Wir berichteten Ihnen seinerzeit in einem offenen Brief von der Wut und Enttäuschung unserer Mitglieder, dass das, wofür sie ihr Herzblut geben, so pauschal und – bitte entschuldigen Sie – auch so unwissend von Ihnen abgeurteilt wurde.


Wir haben 10.000 Volksfeste in Deutschland, nicht 10.000 Trinkgelage!


Die kleinen familienorientierten Kirmessen, Dulten, Kerben uvm. auf dem Dorf und in der Region stellen das Gros der Feste dar!


Sie haben uns im vergangenen Jahr fair darauf geantwortet, dass man darüber sicher zukünftig anders reden könne, wenn es gelänge, überzeugende hygienische Konzepte für die Feste zu erarbeiten, ohne ihnen ihren eigentlichen Charakter zu nehmen.


Viel ist seitdem geschehen.


(Anders geredet wird aber offensichtlich nicht!)


Die Forschung bestätigt, dass Infektionen unter freiem Himmel äußerst unwahrscheinlich sind – und den Menschen Anreize geschaffen werden müssen, raus an die frische Luft zu kommen.

Wir haben überzeugende Hygienekonzepte erarbeitet, die unzeitgemäße Nähe unterbinden und in Sachen Hygiene neue Maßstäbe setzen. 
Diese Konzepte liegen allen Kommunen Deutschlands – übrigens auch Ihrem Haus – vor und haben ihre Leistungsfähigkeit in steter Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden vor Ort längst bewiesen. 
Dessen offenbar vollkommen ungeachtet, erläutern Sie jetzt der Bild-Zeitung zwar zunächst vollkommen richtig, nicht pauschal „so rum oder so rum“ entscheiden zu können, lassen dann aber im nächsten Satz (erneut) jede gebotene Differenzierung vermissen und werfen Partys mit Volksfesten in einen Topf.

 
Sehr geehrter Herr Bundesminister, 
es geht um unsere Arbeitsplätze! 
Wir wollen arbeiten, wir können arbeiten – selbstverständlich unter Beachtung der aktuellen Gegebenheiten. 
Was wir nicht gebrauchen können, sind pauschale Wertungen, die in den Ohren derer, die sich jeden Tag mühen, wie Herabwürdigungen klingen. 


Wir sollten ins Gespräch kommen, nicht ins virtuelle, sondern ins echte. 
Gerne kommen wir zu Ihnen ins Haus – der Weg vom Weidendamm ist denkbar kurz. 


Wir bitten um einen Termin! 

Mit besten Grüßen! 
Für das Präsidium 

Albert Ritter …………….. Frank Hakelberg 
Präsident ……………………. Rechtsanwalt 
…………………………………………. Hauptgeschäftsführer 

Rostock

Frohe Pfingsten

22. Mai 2021

Rostock

Mit der Begründung zur Zweiten Änderung der Corona-Landesverordnung vom 04.05.2021 heißt es: „In Abgrenzung von Freizeitparks sind Betriebe einzelner Schausteller nicht untersagt“.

22. Mai 2021

                                                            Rostock den 19. Mai 2021

Sehr geehrter Kollege Alfred Geisler,


nach dem Telefongespräch mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern wurde uns folgende Information zugesandt.
Für die Betreibung ihres Riesenrad ist Absatz 11 für Sie relevant.
Wir hoffen das wir Ihnen, in Ihrer Angelegenheit, behilflich sein konnten. 

Mit freundlichen Grüßen  
Lothar Welte

* Begründung zur Corona-LVO vom 23.04.2021
* Begründung zur Zweiten Änderung der Corona-LVO vom 04.05.2021

Zu Absatz 5 (Kinos), Absatz 6 (Autokinos), Absatz 7 (Theater, Konzerthäuser), Absatz 8 (Kultur), Absatz 11 (Freizeitparks), Absatz 12 (Zirkusse), Absatz 13 (Zoos), Absatz 14 (Spezial- und Jahrmärkte), Absatz 15 (tourismusaffine 28 
Dienstleistungen), Absatz 16 (Indoor-Freizeitaktivitäten), Absatz 18 (Badeanstalten im Freien), Absatz 20 (Schwimm- und Spaßbäder), Absatz 23 (Fitnessstudios), Absatz 24 (Tanzschulen), Absatz 26 (Spielhallen), Absatz 27 (Soziokulturelle Zentren), Absatz 29 (Messen) 

ZuAbsatz 11 (Freizeitparks)

In Abgrenzung von Freizeitparks sind Betriebe einzelner Schausteller nicht untersagt. Diese fallen schon begrifflich nicht in den Regelungsgehalt, sondern obliegen der Entscheidung der zuständigen Behörde im Wege eine Sondernutzungsgenehmigung. Zudem handelt es sich insoweit um ein Angebot, das vergleichbar zu einem Spaziergang zwischen öffentlichen Anlagen oder geeigneten weitläufigen Flächen liegen kann. Soweit im Rahmen einer Sondernutzung sichergestellt wird, dass Ansammlungen durch Verweilen oder Warten nicht entstehen, ist eine vergleichbare Situation zu Tierparks durchaus gegeben.

Rostock

Albert Ritter „Grüße zum Muttertag“

10. Mai 2021

Allen Müttern zum heutigen Muttertag herzlichste Grüße.
Besonders an unsere Schausteller-Mütter ein riesiges Dankeschön dafür, dass Sie in dieser schweren Zeit unsere Schausteller-Familien zusammen halten und so beispielhaft mithelfen die Zeit ohne freie Berufsausübung zu überstehen .

Danke !!!

Rostock

Stellungnahme des Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V. (BSM) zur Absage des Münchner Oktoberfest 2021

5. Mai 2021

Rostock

Oktoberfest in München 2021 abgesagt! Stellungnahme des DSB.

4. Mai 2021

Rostock

Präsident des DSB Albert Ritter

1. Mai 2021

Albert Ritter
MAI
.. Der erste Mai trägt seit über 130 Jahren eigentlich den
Namen „Tag der Arbeit“.
Dieser offizielle Titel klingt für mich als Schausteller heute am 1. Mai 2021 wie ein Anachronismus.
Denn wir dürfen auch in diesem Jahr nicht nach Schaustellerart arbeiten.
Von Herzen gerne würden wir Schausteller mit unserer über 1200-jährigen Tradition Europäischer Kirmessen, Volksfeste und Weihnachtsmärkte, unserer geliebten Berufung nachkommen und den Menschen im ganzen Land Freude und Zuversicht bereiten. Gerade in diesen schweren Zeiten wäre es dringend erforderlich neben dem so wichtigen gemeinsamen Kampf gegen die Corona Pandemie, auch gegen Vereinsamung und Depression anzukämpfen.
Besonders für unsere Kinder im Land wäre ein wenig gesellschaftliches Miteinander von größter Wichtigkeit.
Man stelle sich vor, wir haben jetzt 5-jährige Kinder, die noch nie mit anderen Kinder zusammen auf einem Kinderkarussell gefahren sind.
Gemeinschaftliches Erleben ist von größter Wichtigkeit für die soziale Prägung für das ganze Leben.
Kirmes und Volksfeste sind seit Jahrhunderten Stätte der Begegnung. Inklusion und Integration.
Das zur Zeit besonders auch von öffentlich-rechtlichen Veranstaltern unsere Traditionsveranstaltungen abgesagt werden, obwohl die regulären Termine erst viel später im Jahreskalender liegen, verunsichert mich sehr. Der dringende Appell an alle Entscheider, besonders auf politischer Ebene, muss lauten: gelebte Brauchtumsveranstaltungen mit großer Tradition über Jahrhunderte nicht voreilend abzusagen. Planungen sollten aufrecht erhalten werden. Nötige Verträge, die zu Durchführung erforderlich sind, geschlossen werden und gegebenfalls mit entsprechenden Auflösungsklauseln versehen werden. Um so, erst später im Jahr, zum regulären Veranstaltungstermin dann in verantwortungsvoller Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden unter den dann geltenden Coronaschutzverordnungen zu entscheiden, was verantwortungsvoll machbar ist. Wir Schausteller brauchen keine Monate als Vorlaufzeit.
Auch unter normalen Saisonbedingungen bauen wir innerhalb weniger Tage ganze Kirmesstädte auf.
Größter Dank gilt daher heute am 1. Mai allen Volksfestveranstaltern, die weiter mit großer Verantwortung nach Möglichkeiten suchen, die wunderbare Tradition der Deutschen Volksfeste aufrecht zu erhalten und somit auch unsere Arbeitsplätze zu sichern. Wir Schausteller haben höchst verantwortungsvolle Hygieneschutzkonzepte, die nicht auf Theorien beruhen, sondern sich auf den guten Erfahrungen der sogenannten temporären Freizeitparks im Pandemiejahr 2020 vorbildlich bewährt haben.
Auch RKI und zahlreiche Wissenschaftler bestätigen, dass Betätigungen an der frischen Luft mit geringem Risiko behaftet sind.
Kirmes und Weihnachtsmarkt sind naturgemäß immer draußen und an der frischen Luft. Lasst uns alle besonders auch am 1. Mai, am internationalen Tag der Arbeit, unser Grundrecht auf freie Berufsausübung und den Erhalt unserer Arbeitsplätze verantwortungsvoll einfordern!
Lasst uns weiter gemeinsam für den Erhalt unserer Arbeitsplätze kämpfen.
Einigkeit macht stark!

Rostock

„Von allen Branchen steht unsere am längsten still“

1. Mai 2021

RA Frank Hakelberg Geschäftsführer ( DSB )

Hannover. Seit eineinhalb Jahren hindert die Corona-Pandemie die Schausteller daran, ihrer Arbeit nachzugehen. Obwohl sie die Krise – wie auch viele andere Bereiche – hart trifft, wollen die meisten nicht in ein anderes Berufsfeld wechseln. Warum das so ist, sagt Frank Hakelberg, Geschäftsführer des Deutschen Schaustellerbundes (DBS), im Interview mit dem Redaktions Netzwerk Deutschland (RND).

Herr Hakelberg, wie geht es den Schaustellern während der Corona-Pandemie und nach dem einbußreichen Jahr 2020?

Von allen Branchen steht unsere am längsten still. Die Schausteller haben auf den Weihnachtsmärkten 2019 ihr letztes Geld verdient. Sie sind seitdem zum Stillsitzen verdammt, obwohl es ihrer Natur entspricht, unterwegs zu sein und mit der eigenen Hände Arbeit Geld zu verdienen. Der Deutsche Schaustellerbund sieht diesen Stillstand mit großer Sorge. Die Überbrückungsprogramme des Staates sind enorm wichtig und kommen auch an – aber sie decken nur einen Teil der betrieblichen Kosten. Die private Lebensführung darf daraus nicht bestritten werden, hier sind viele Schausteller auch gezwungen, ihre Rücklagen fürs Alter aufzubrauchen. Das ist bitter – und wird eng.

Immer mehr große Volksfeste werden abgesagt. Wie schätzen Sie den weiteren Verlauf für den Sommer 2021 ein? Gibt es noch Hoffnung?


Dass viele Veranstaltungen der ersten Jahreshälfte ausfallen werden, war angesichts der vielzitierten dritten Welle zu erwarten. Nun aber schon Feste in der zweiten Jahreshälfte aufzugeben, ist absolut verfrüht. Wir fordern auch eine differenziertere Betrachtung der Volksfeste: Ein international bekanntes Volksfest mit Millionenpublikum aus aller Welt kann man nicht mit der kleinen Familienkirmes auf dem Dorf gleichsetzen. Die Temperaturen steigen, die Impfkampagne läuft – endlich – auf Hochtouren, sodass die Inzidenzwerte hoffentlich bald deutlich sinken werden. Wir sollten abwarten und die Entscheidungen über unsere Volksfeste – also die Arbeitsplätze der Schausteller – mit Bedacht, Augenmaß und an der jeweiligen Situation orientiert treffen. Mit uns am Tisch.

Was haben Sie zu bieten?


Wir haben schon im Frühjahr 2020 Hygienekonzepte erarbeitet, dazu gehören größere Abstände zwischen den Geschäften, eine veränderte Platzarchitektur, neue Wegeführung, Desinfektionsstationen, aber auch neue Arbeitsabläufe in den Geschäften, getrennte Arbeitsbereiche und vieles mehr, um Nähe und Kontakte zu minimieren. Dass das funktioniert, haben wir schon im vergangenen Jahr bewiesen. Als Alternative zu den abgesagten traditionellen Volksfesten haben wir an einigen Orten sogenannte temporäre Freizeitparks veranstaltet, Hand in Hand mit Ordnungsamt und Gesundheitsamt.

Wie fällt ihr Fazit dazu aus?

Das war zwar nicht der gleiche wirtschaftliche Erfolg wie auf einem regulären Fest, aber die Schausteller hatten zumindest für ein paar Wochen einen Job – und die Menschen eine willkommene Abwechslung von der Corona-Monotonie. Es gab nicht einen einzigen Ansteckungsfall. Wichtig ist doch auch unser Frischluftvorteil. Die Bundesregierung spricht schon seit Monaten vom großem L für Lüften. Wir sind das „L“, wir sind immer draußen – unter freiem Himmel. Es freut uns, dass dieser wichtige Vorteil – den das RKI schon seit März vergangenen Jahres zumindest erwähnt – nun durch die beherzten Worte führender Aerosolforscher Einzug in die Diskussion hält.


Werden die Volksfeste und die Schausteller die Pandemie überleben?


In vielen Branchen wandern Menschen während der Krise in andere Berufsfelder ab. Das ist für die meisten Schausteller nicht denkbar. Schaustellerunternehmen sind Familienbetriebe, häufig geführt in der vierten, fünften oder sechsten Generation. Für sie ist das weit mehr als ein Job, es ist eine Lebensphilosophie. Sie wollen nichts anderes, beißen sich irgendwie durch die Krise durch – und kommen wieder.

In der Regel hat jedes Unternehmen einen Betriebshof, auf dem die Ausrüstung zum Saisonende Platz findet. Über den Winter wird hier repariert, geschweißt, lackiert, geputzt und gepflegt. Pflege ist das oberste Gebot in der Branche.

Schausteller müssen sich jedes Jahr aufs Neue für Plätze bewerben. Da wird auch nach Attraktivität und Erscheinungsbild des Geschäftes entschieden. All ihr Equipment ist auf Hochglanz poliert und wartet nur noch darauf, endlich wieder aus der Werkstatt geholt zu werden.

Rostock

Fischerfest Greifswald 2021 abgesagt ……

28. April 2021

Rostock

Volksfeste in Rostock und MV ?

25. April 2021

Volksfeste in Rostock und MV: Wann und wo Rummel wieder möglich sein könnte 
Die Hanse Sail, das Greifswalder Fischerfest, die Rügener Hafentage: Solche Großveranstaltungen ziehen Tausende Besucher an. Doch im vergangenen Jahr fielen die meisten Jahrmärkte der Corona-Pandemie zum Opfer. Wie sieht es 2021? Für Pfingsten haben die Schausteller in Rostock ein Event geplant.





Bei einer Andacht auf dem Neuen Markt spendete Pastorin Elisabeth Lange am Gründonnerstag den Schaustellern und Schaustellerinnen den Oster-Segen. Quelle: ANTJE BERNSTEIN

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RostockEs wird Zeit, dass sich endlich wieder was dreht, findet Lothar Welte. Ostern ohne eine Runde im Riesenrad? Ohne Zuckerwatte naschen? Ohne an der Losbude auf einen Glücksgriff hoffen? Für den Chef des Schaustellerverbandes Mecklenburg-Vorpommern wie für viele Rostockerinnen und Rostocker auch eigentlich unvorstellbar. Und doch müssen alle Rummelfans schon zum zweiten Mal auf das Frühjahrs-Vergnügen verzichten: Nach 2020 fällt auch 2021 der Ostermarkt in Rostock der Corona-Pandemie zum Opfer.
Eigentlich hatte das Schausteller-Volk den Saison-Start mit dem traditionellen Autoscooter-Gottesdienst auf dem Ostermarkt feiern wollen. Statt vor großem Publikum gab es am Gründonnerstag eine kurze ökumenische Andacht auf dem Neuen Markt. Gut 50 Menschen empfingen von Pastorin Elisabeth Lange den Oster-Segen. Das Wetter passend zur Stimmung der Anwesenden: Nieselregen. Kleiner Kreis statt Riesenspaß – ein Vorgeschmack auf den bevorstehenden Sommer?
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Die Glocken der Marienkirche läuteten pünktlich zur Mittagsstunde die Andacht ein, für die Schausteller ist es dagegen längst fünf nach Zwölf: Ersparnisse seien aufgebraucht, Dezemberhilfen noch nicht auf dem Konto, viele Kollegen auf Grundsicherung angewiesen und die Aufnahme neuer Kredite, um vorhandene abzulösen, kaum möglich, beschreibt Welte die Misere der Branche. „Wir sind wirklich am Ende.“
Menschen leiden unter Berufsverbot

Lothar Welte spricht während der Andacht ein besonderes Gebet der Schausteller. Quelle: Martin Börner

Schlimmer noch als die finanziellen Einbußen seien die seelischen Auswirkungen der Corona-Krise. „Die Kollegen leiden sehr unter dem Berufsausübungsverbot und der fehlenden Perspektive. Denn wir alle lieben es, den Menschen Freude zu bereiten. Dass wir nicht für unser Publikum da sein dürfen, schlägt sehr auf’s Gemüt.“ Und die Stimmung wird weiter getrübt: Gerade erst seien mit dem Burgfest in Tangermünde (Sachsen-Anhalt) und den Hafftagen in Ueckermünde (Kreis Vorpommern-Greifswald) zwei weitere „Top-Veranstaltungen“ für den Herbst abgesagt worden, bedauert Welte.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: Gemeinsam mit der Großmarkt GmbH und der Stadt Rostock arbeite der Schaustellerverband an einem Konzept für Pfingsten, sagt Lothar Welte.
Schaustellerverband
Der 1990 gegründete Schaustellerverband Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock hat 90 Mitglieder, zählt zum Deutschen Schaustellerbund und ist Teil der Europäischen Schaustellerunion.
Dass sie auch unter Pandemie-Bedingungen einen Jahrmarkt organisieren können, haben die Schausteller im vergangenen Sommer im Rostocker Stadthafen bewiesen. Damals bauten sie ihre Buden und Fahrgeschäfte an der Warnow auf. Der Fun-Park zog viele Besucher an. Damit diese sich ohne Angst vor Infektionen amüsieren konnten, wurde die Personenzahl auf dem Gelände begrenzt, Zugang gab’s nur gegen Kontaktdaten, eine großzügige Verteilung der Attraktionen ermöglichte das Abstandhalten.
„Wir planen gerade den Warnow-Fun-Park Teil 2“ sagt Lothar Welte. Ob und wie der stattfinden kann, hänge aber von der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen ab. Auch für Veranstaltungsorte wie Ueckermünde seien Fun-Parks im Gespräch.

Rückblick: so sah der Warnow-Fun-Park im Sommer 2020 aus. Abstände konnten in dem mobilen Freizeitpark einfach eingehalten werden. Quelle: Ove Arscholl

Auch wenn gerade mehrere Volksfest-Absagen eintrudeln: Die Saison verloren geben wollen Lothar Welte und seine Kollegen nicht. „Keiner von uns will in der sozialen Hängematte liegen. Wir sind es schließlich gewohnt, unsere Brötchen selbst zu verdienen. Und es ist unsere Berufung, anderen Freude zu schenken.“
Von Antje Bernstein



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